Benutzerspezifische Werkzeuge

Rechtsgeschäftliche Vertretung

In Deutschland kann eine volljährige Person eine andere nur dann rechtlich vertreten, wenn sie dazu bevollmächtigt ist. Auch Ehepartner können sich ohne eine solche Bevollmächtigung ebenso wenig rechtlich gegenseitig vertreten wie volljährige Kinder ihre Eltern oder umgekehrt.

Ist ein volljähriger Mensch aufgrund einer psychischen Erkrankung, einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung nicht in der Lage sich um seine Angelegenheiten selbst zu kümmern, muss ein anderer das für ihn tun. Das ist möglich durch

  • die Erteilung einer Vollmacht (Vorsorgevollmacht) durch die zu vertretende Person oder
  • die Einrichtung einer rechtlichen Betreuung durch das Betreuungsgericht.

Nicht jede volljährige Person ist in der Lage eine Vollmacht zu erteilen, z.B. wenn sie nicht geschäftsfähig ist oder niemanden kennt, dem sie vertrauen kann. Für diese Menschen kann das Betreuungsgericht eine Betreuerin oder einen Betreuer bestellen.
Die Tätigkeit des Betreuers und die des Bevollmächtigten sind inhaltlich die gleichen, jedoch ist der Betreuer dem Betreuungsgericht gegenüber rechenschaftspflichtig, der Bevollmächtigte unterliegt der Kontrolle des Vollmachtgebers.